Über 90 Sozialpraktikant/innen erhalten Zertifikat

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Einen Blick über den Tellerrand werfen und die eigene Komfortzone verlassen – das haben auch in diesem Schuljahr über 90 Acht- und Neuntklässler im Rahmen des Sozialpraktikums gewagt.

Dabei brachten sie sich ehrenamtlich in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ein, so etwa in der Kinder- und Jugendarbeit, in Einrichtungen für Senioren oder Menschen mit Behinderungen, aber auch im Naturschutz, in Sozialkaufhäusern, Kirchengemeinden, Bibliotheken oder örtlichen Vereinen. Und auch wenn die Jugendlichen dabei immer mal wieder an Grenzen stießen, konnten sie doch meistens erleben, dass sie gebraucht werden und dass ihr Engagement für das Allgemeinwohl einen Unterschied macht.

Erfreulicherweise haben einige Jugendliche sich sogar entschieden, weiterhin an ihrem Praktikumsort mitzuarbeiten oder noch in einen zweiten Bereich reinzuschnuppern.

Als Anerkennung für ihr Praktikum konnten die Jugendlichen vor den Sommerferien ihr Zertifikat entgegennehmen.

Wir wünschen allen Praktikantinnen und Praktikanten, dass sie weiterhin mit offenen Augen durch die Welt gehen und erkennen, wo sie mit anpacken können. Gemeinsam geht vieles besser! 😊



Hier noch einige Eindrücke aus den Praktikumsberichten:

Sozial-Kaufhaus: Ich nehme mit, dass man viel zu viele Dinge wegschmeißt, obwohl man diese eigentlich noch verwenden könnte. Viele alte Sachen können für einen guten Zweck weiterbverwendet werden. Außerdem habe ich den Arbeitsalltag von körperlich und geistig behinderten Menschen kennen gelernt und wie ich mit ihnen zusammenarbeiten kann.

Seniorenheim: Viele demente Personen vergessen Dinge schon nach Minuten. Das hat mir gezeigt, wie verletzlich wir Menschen sind und dass wir als Gesellschaft nur gemeinsam leben können. Ohne Hilfe kommt niemand zu recht. Zudem hat es mich betroffen gemacht, wie stark die älteren Menschen verfallen und wie wenig wir das mitbekommen.

Förderschule: Ich hatte es schon öfters in meiner Umgebung, dass die Menschen Vorurteile gegen Menschen mit Lernproblemen hatten, da sie nicht eine Regelschule besuchen, doch durch dieses Praktikum weiß ich, dass diese Kinder einzigartig sind. Sie unterscheiden sich nicht von ihren Alterskollegen auf Regelschulen und können nichts für ihre Lernschwäche. Ich war beeindruckt von ihrer Offenheit und Dankbarkeit mir gegenüber und denke, dass sich da viele Jugendliche auf einer Regelschule etwas von abschauen sollten.

Kindergarten: Die Kinder haben nicht immer sofort gehorcht und man musste sich Respekt erarbeiten. Es hat schon ein paar Tage gedauert, bis die Kinder auch mir gegenüber respektvoll waren und mir zugehört haben. Außerdem sind Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sehr wichtig im Beruf.

Ferienprogramm: Kleine Kinder können anstrengend sein, aber sie geben einem auch wirklich viel zurück. Es war schön, wenn sie sich mittags von mir verabschiedet haben, mich umarmt haben und mir gesagt haben, dass sie sich auf den nächsten Tag freuen.

Weltladen: Ich finde es beeindruckend, wieviel Herzblut die Mitarbeitenden ehrenamtlich in diese Arbeit stecken, wenn sie z.B. sorgfältig neue Artikel auswählen und bestellen oder sich viel Mühe geben, die Fenster neu zu dekorieren. Ich habe auch eine Frau kennen gelernt, die sich sogar an Weihnachten für den Dienst eingetragen hat.

Bücherei: Ich würde das Praktikum in der Bücherei wieder machen, weil es mir zum einen sehr viel Spaß gemacht hat und ich zum anderen nach jeder Schicht das Gefühl hatte, anderen Menschen das Leben leichter gemacht zu haben. Ich bewundere die Menschen, die an jedem Tag ehrenamtlich in die Bücherei kommen und dort mithelfen.

Sozial 25

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